Leipzig: Unheimlich. Undine.

Leipzig: Unheimlich. Undine.

Musiktheaterprojekt „Undine“ von Anna-Sophie Mahler am Leipziger Schauspiel uraufgeführt. Nach „La Bohème“ (2021) verhandelt Anna-Sophie Mahler in „Undine“ zum zweiten Mal am Schauspiel Leipzig eine brennende gesellschaftliche Zeitfrage. Die Accessoires der großen Opernrobe sind besentfalls ahnbar. Das Ergebnis ist ein atmenrauender Abend. Es geht um die Apocalypse – now. Von Moritz Jähnig Alles beginnt ganz harmlos. Ein paar Mitwirkende stehen ...

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Hannover: Völlegefühl nach Mondtag-Show

Hannover: Völlegefühl nach Mondtag-Show

Stephan Zilias dirigiert Marschners „Vampyr“ in Hannover phänomenal. Intendantin Laura Berman nannte den Komponisten Heinrich August Marschner bei ihrer Begrüßung vor der „Vampyr“-Premiere hymnisch ihren Amtsvorgänger. Marschner war in Hannover als Komponist nicht mehr so erfolgreich wie in Leipzig, wo „Der Vampyr“ (1828) und seine „Ivanhoe“-Oper „Templer und Jüdin“ ihre Uraufführung erlebten, oder wie in Berlin mit „Hans Heiling“. Eine ...

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Halle: Tristan, Isolde und die Bilderwand

Halle: Tristan, Isolde und die Bilderwand

Überzeugende Übernahme aus Hagen bald nicht mehr im Spielplan. Nur noch einmal ist nach jetzigem Stand die „Tristan und Isolde“-Inszenierung von Jochen Biganzoli in der Oper Halle zu bewundern sein. Sie folgt nach 18 Jahren auf eine Aufführung voll bemühter Originalität, die der von uns hochverehrte René Kollo dem Publikum der Saalestadt schenkte. Die Sicht von Biganzoli und Kollegen ist ...

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Dessau: Personen im Ausnahmezustand

Dessau: Personen im Ausnahmezustand

Giuseppe Verdis „Die Macht des Schicksals“ hoch konzentriert und reduziert. Giuseppe Verdis Oper „Die Macht des Schicksals“, 1862 am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt, ist ein prächtiger Bilderbogen um Liebe und Verstehen, um Freundschaft, Tod und die ewig trennenden kulturellen Konflikte. Die delikate szenische Vielfalt, mit welcher der Maestro diese existenziellen Fragen für den russischen Zarenhof im 19. Jahrhundert noch ...

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Leipzig: Schön. Aber uninteressant

Leipzig: Schön. Aber uninteressant

„Rituale“. Choreographische Uraufführung von Mario Schröder in Leipzig. Rituale bestimmen unser Leben. Ohne sie wäre die Spezies Mensch vermutlich längst ausgestorben. Immer wieder sind Rituale Gegenstand von Choreographien, so auch in Leipzig 2009 bei Heike Hennig. Damals für seine innovative Untersuchung einer menschlichen Grundkosntante zurecht preisgekrönt und ins Gedächtnis eingeschrieben. Für die Premiere der gleichnamigen Mario-Schröder-Choreographie gab es anhaltenden Applaus ...

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Leipzig: Der Gips der Geschichte

Leipzig: Der Gips der Geschichte

Schauspielstudenten erobern „Die lächerliche Finsternis“. Sie heißen Philipp Adrian Djokić, Matthis Heinrich, Leonhard Meschter, Ellen Neuser, Ronja Oehler und Ronja Rath, Laura Storz, Paula Vogel und Leonhard Wilhelm. Sie studieren und verstärken derzeit das Ensemble des Leipziger Schauspiels, um Berufserfahrung zu sammeln. Zum Abschluss präsentieren sich die Eleven mit einer Inszenierung, die ohne Altvordere auskommt: „Die lächerliche Finsternis“ soll in ...

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Das erste Haus am Platze

Das erste Haus am Platze

Henner Kotte im Gespräch zu seinem Buch „Astoria“ Leipzig. Das Hotel „Astoria“ ist aus der jüngeren Stadtgeschichte Leipzigs nicht wegzudenken. Dies gilt nicht nur für die heute mittlere Generation und aufwärts. Die wechselnden Fake News über seine Wiedereröffnung in den vergangenen 20 Jahren, haben jugendliche Neugier geweckt. 1915, mitten im Ersten Weltkrieg, eröffnet, gehörte Leipzigs „Astoria“ zu den ersten Adressen ...

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LEIPZIG: „Frauen für Fun“

LEIPZIG: „Frauen für Fun“

„Bullets Over Broadway“ an der Musikalischen Komödie Leipzig Wie gut, dass man bei diesem Tempo, diesem Witz und diesen Sounds nicht oft zum Nachdenken über Benutzungsstrukturen und Abhängigkeiten am Theater kommt. Die deutschsprachige Erstaufführung von „Bullets Over Broadway“ nach Woody Allen wurde in der Inszenierung von Chefregisseur Cusch Jung zu einem triumphalen Erfolg. Ensemble, Ballett, Chor, Orchester der Musikalischen Komödie ...

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LEIPZIG: Dreimal Lukretia

LEIPZIG: Dreimal Lukretia

Das Schauspielhaus uraufführt kein Drama, aber ein gut Stück Theaterrache. „Erfolg ist die beste Rache“, meint Hollywoodstar Michael Douglas und hat recht. Nicht nur in Kunstberufen wünscht man Kollegen, Nachbarn, Politikern in Nah und Fern Schlimmstes. Hat man das Unrecht nach den eignen Werten korrigiert, ist man der Held. Von Henner Kotte Ohne Rachetragödien (darstellerisch wie privatim) ist Theater gar ...

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LEIPZIG: Goethe genügt

LEIPZIG: Goethe genügt

Premiere eines „Faust“-Balletts von Edward Clug in Leipzig. Das „Faust“-Ballett von Edward Clug überrascht mit einer geradezu buchstabengetreuen Erzählweise und scheint wie für die Buchstadt Leipzig mit „Auerbachs Keller“, ihrem Goethe, ihrem Mephisto und ihrem Faust konzipiert, Uraufgeführt wurde das Stück des rumänischen Choreographen allerdings 2018 in Zürich. Von Moritz Jähnig Die Geschichte spult sich im tradierten Bilderkosmos ab, der ...

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